Barrierefreies Bad - Interbau-Blink

Bauherrenberatung Barrierefreies Bad

Heute vorausschauend planen – ab sofort barrierefreien Bad- und Duschkomfort genießen
Das Grundprinzip eines barrierefreien Bades können Sie als privater Bauherr oder Badsanierer in jeder Lebensphase nach ihren individuellen Bedürfnissen umsetzen. Denn die Nutzungstauglichkeit von Bädern steht und fällt mit großzügig dimensionierten Bewegungsflächen in allen Funktionsbereichen.
Aus diesem Grund profitieren auch nicht nur Senioren, Pflegebedürftige oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen von dieser speziellen Badgestaltung. Denn auch Familien mit kleinen Kindern oder die Bauherren 50+ freuen sich über Platz und ein bequem nutzbares, geräumiges Bad.

Keine DIN-Vorgaben fürs private barrierefreie Bad
Private Bauherren entscheiden selbst, wieviel Komfort, Sicherheit oder Design sie in ihrem neuen Bad umsetzen möchte.
Wer sein Bad vorausschauend barrierefrei planen möchte, lässt in den Funktionsbereichen beziehungsweise bei den Sanitärobjekten Verstärkungen in der Wand einbauen, an denen sich bei Bedarf nachträglich Haltegriffe anbringen lassen.
Um das zinsvergünstigte Darlehen der KfW 159 „Altersgerecht Umbauen“ in Anspruch nehmen zu können, müssen die technischen Anforderungen für diese Sanierungsmaßnahme erfüllt werden. In diesem Fall sollte die Badplanung sich konkret am Anforderungskatalog der KfW orientieren.

Im Folgenden finden Sie weitere Anforderungen an barrierefreie Bäder, die private Bauherren bei der Planung ihres barrierefreien Bades nach individuellem Bedarf berücksichtigen können:
Das A und O im barrierefreien Bad: Die bodenebene Dusche
Eine großzügig dimensionierte, bodeneben begehbare Dusche ist die Grundvoraussetzung jedes barrierefrei gestalteten Badezimmers. Und Feinsteinzeug-Bodenfliesen mit rutschhemmender Oberfläche sind der Bodenbelag der Wahl. Dabei kann für den Badboden selbst z.B. die Klasse 10 gewählt werden, während die Bewertungsklasse „B“ auf der Standfläche der Dusche für die nötige Stand- und Trittsicherheit sorgt.
Weitere Empfehlungen für den barrierefreien Duschbereich:

  • Eine bodengleiche Ausführung ermöglicht die schwellenlose Zugänglichkeit ebenso wie die Reinigung.
  • Größe der Duschfläche: Mindestens 120 x 120 cm.
  • Zubehör: Eine verflieste Bank oder ein klappbarer Duschsitz steigern den Komfort. Haltegriffe sorgen für Sicherheit.

Grundprinzipien und Platzbedarf im barrierefreien Bad

  • Vor Sanitärobjekten sollten mindestens 1,20 x 1,20 m Bewegungsfläche eingeplant werden – für die Benutzung mit dem Rollstuhl besser 1,50 x 1,50 m.
  • Türen sollten mindestens 80 cm, besser 90 cm lichte Breite aufweisen, schwellenlos gestaltet sein und nach außen öffnen.
  • Abstände: Mindestens 20 cm, besser 30 cm zwischen Sanitärobjekten und Wänden.

Bewegungsflächen für Waschplatz & WC

  • Waschtische sollten unterfahrbar und flach sein, um genügend Knie- und Beinfreiheit zu bieten. Für die Benutzung im Rollstuhl lassen sich kippbare Spiegel einsetzen.
  • WC mit einer Sitzhöhe von 46 bis 48 cm; Haltegriffe sollten ebenfalls über Verstärkungen in der Wand nachrüstbar sein.
  • Armaturen sollten einfach zu bedienen und leicht erreichbar sein. Zu empfehlen sind beispielsweise Hebelmischer

Bodengestaltung, Wände, Licht & Materialien

  • Die Bodengestaltung im barrierefreien Bad sollte grundsätzlich schwellenlos sein, mit rutschhemmenden Materialien wie Fliesen umgesetzt werden und einen guten visuellen Kontrast zum Umfeld bieten.
  • Wände sollten tragfähig bzw. mit Verstärkungen ausgerüstet sein, um nachträglich Haltegriffe montieren zu können.
  • Licht: Ausreichende Beleuchtung, die nicht blendet.
  • Farbgestaltung: Funktionselemente in Kontrastfarben erleichtern die visuelle Orientierung (z.B. farbige oder dunkle Griffe vor hellem Hintergrund).
  • Materialien: Scharfe Kanten und spitze Ecken sollten vermieden, ergonomische und intuitiv benutzbare Elemente sind zu bevorzugen.

Sie haben Fragen zur Planung oder Umsetzung eines barrierefreien Bades oder welche Fliesen sich dafür eignen? Rufen Sie uns an – wir sind Fliesenexperten und beraten gerne zu allen Fragen rund um die Auswahl und Verlegung von Fliesen im barrierefreien Bad. Inspirationen zur Badgestaltung finden Sie auf dem Infoportal der Qualitätsinitiative „Deutsche Fliese“ (www.deutsche-fliese.de).

KfW-Kredit 159 – Altersgerecht Umbauen: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/BestehendeImmobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/ Rutschhemmende Oberflächen: https://www.fliesenverband.de/rutschhemmung-von-fliesen/

Quelle: Qualitätsinitiative Deutsche Fliese.

Foto: Interbau-Blink